Zuhause brennt Licht
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Die Arbeit besteht aus mehreren Nachtaufnahmen, die in gleichmäßigen Abständen an einer einzelnen, querformatigen Wand etwas über Augenhöhe befestigt werden. Die Fenster sind durch den Aufnahmewinkel perspektivisch verzerrt und vermitteln so dem Betrachter den Eindruck, vor einer Häuserfront zu stehen. Der Blick wandert von der unteren Reihe zu den immer schmäler werdenden Fenstern der oberen Stockwerke. Die verschiedenen sichtbaren Innenräume und die individuelle Verzierung der Fenster erzählen ein bißchen von den dort lebenden Personen. Durch die direkten und bekannten Motive entsteht eine Korrespondenz zwischen Betrachter und Fensterfront. Der Betrachter steht draußen und blickt durch eine Reihe von Fenstern nach innen. Überall brennt Licht, aber keines dieser Fenster ist das eigene, man wird also nirgends erwartet. Die Fotos erzeugen durch das warme Leuchten einen Wunsch nach Gesellschaft, nach Wärme, ein "nach Hause kommen", etc. Die "Sehnsucht" wird durch die Phantasie angeregt, durch die jeweils individuelle Interpretation des Gesehenen und den Geschichten, die man sich im Kopf über die Menschen erzählt, von denen man nur eine Zimmerpflanze, etwas Vorhang oder ein Stück eines Raumes erkennt.

Fensterfoto als Vorhang, verschiedene Größen
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