Glasobjekte  
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"frei", 1995
Auszug aus der Rede zur Eröffnung des "Rottweiler Sommers" 1995
von Michael Hübl, Karlsruhe

"...Vom Suff war eingangs die Rede und von der Sinnesfreude. Nur: Ausgrechnet jenes Werk, das die neuzeitliche Vorstellung von den griechischen Gelagen geprägt hat, zeigt, daß es dort allemal um ernste, essentielle Dinge ging. Just im "Symposium" entwirft Platon den Mythos von der kugelförmigen Urgestalt des Menschen - mit vier Armen, vier Beinen und zwei Gesichtern; diese Urmenschen werden von den Göttern zur Strafe für ihren extremen Hochmut entzweigeschnitten, "nur Eros, der große Arzt, kann seither den Menschen Hilfe und Heilung bringen, indem er die ursprünglich zusammengehörenden Hälften in der Liebe sich wieder vereinen und so zu ihrem ursprünglichen Wesen zurückfinden läßt.*" Stefanie Reling hat eine Arbeit konstruiert und modelliert, die eine Paraphrase sein könnte auf Platons Bild von der zerteilten Urkugel Mensch. Die Arbeit besteht aus zwei stark gestauchten Glaskugeln. Auf der oberen ist die Figurine eines Mannes fixiert, auf der unteren sieht man lediglich einen Abdruck im Glas, eine Negativform, die anscheinend wie geschaffen ist für das aus Stahlstäbchen geschweißte Männlein. Die obere Hälfte ergänzt fast paßgenau die untere. ..."

*Egidius Schmalzriedt: Symposium. In: Kindlers Literaturlexikon. Zürich 1970. Bd.X, S.9166-9169, hier S.9167

"von Westen her aufkommender Regen", 1999  
"Baum", 2002 verschiedene Gläser auf Barocktisch, 2002
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